Fritz Geerken Ausstellung vom 17. März bis 07. Juni 2024

Fritz Geerken Ausstellung vom 17. März bis 07. Juni 2024

von Markus Lippeck

Seit vielen Jahren keine Ausstellung mehr! Der Nachlass kann nun neu entdeckt werden! 

Über 4000 Werke sollen es gewesen sein, die Fritz Geerken im Laufe seines Lebens produziert hat. Schon zu Lebzeiten hatte er eine Reihe von Ausstellungen in der Region aber auch in ganz Deutschland.
Kontakte und Geschichten zur Künstlerkolonie Worpswede und den Künstlern seiner Zeit unterstreichen seinen festen Platz als Worpsweder Künstler der zweiten Generation. 
In den letzten 20 Jahren ist es still geworden um den Nachlass, sodass einiges in Vergessenheit geraten könnte. Nun haben aber die Fluten den Anschub gegeben, die Dinge wieder ans Tageslicht zu bringen. Wir freuen uns sehr!

 

Ein Meister der Radierung

Nur eine kleine Auswahl des Lebenswerkes von Fritz Geerken kann hier gezeigt werden, und das sind vorwiegend Radierungen.

Fritz Geerken, der auf einen Bauernhof in Niederblockland an der kleinen Wümme aufgewachsen ist, verstand es, seine Heimat, die norddeutsche Landschaft in warmen und satten, vor allem in blauen und braunen Farbtönen, gegenständlich und natürlich darzustellen.

Zeichnend hat er sich die Welt erobert. Schon als Kind waren Zeichnen und Malen seine liebste Beschäftigung. Nie ging er ohne Skizzenblock, um mit Feder oder Kreide die Schönheiten der Natur in Kleinen und in Großen zu bannen.

Der Kunst der Radierung mit den verschiedenartigen Techniken hat sich der Künstler insbesondere gewidmet. Die Radierungen druckte er auf seiner Presse selber, viele farbig und mit mehreren Platten. In seinen Radierungen und Ölbildern lies er durch seine künstlerische Vorstellung das Geschehene gefüllt mit seinen Empfindungen wieder aufleben.

Aquarelle waren seine spontanen Augenerlebnisse, die er in freier Natur hinschrieb.

Alle Werke sind Bilder der sichtbaren Wirklichkeit. In ihnen klingt die Ehrfurcht vor den vielfältigen Erscheinungen der Schöpfung durch. Seine Erlebnisse setzte Fritz Geerken in beglückendem Tun ins Bildhafte um, was der Betrachter auch unmittelbar spürt.

Nach dem Abitur 1933 studierte Geerken in Hamburg Kunstgeschichte, Pädagogik, Philosophie und Psychologie. Neben der Verantwortung als Lehrer war er immer als Zeichner, Maler und Radierer tätig. "Die beiden Berufe befruchten sich gegenseitig" hat er einmal gesagt.

Auf zahlreichen Studienreisen in die skandinavischen Länder, wobei es ihm vor allem die norwegischen Fjorde angetan hatten, sowie nach Griechenland, Frankreich, Spanien und Jugoslawien erweiterte Fritz Geerken sein Wissen, sein Können und seinen Blick für die Landschaften, deren Menschen und Ihren Eigenarten.

Zahlreiche Ausstellungen, unter anderen Berlin, Braunschweig. Osnabrück, Svendborg Dänemark, Bremen und Worpswede und Lilienthal brachten dem Künstler Anerkennung und lobende Kritiken ein. Seine Bilder fanden viele Liebhaber. Auch vom Bremer Staat wurden einige Werke angekauft. Seit 1948 war Geerken Mitglied des Bremer Künstlerbundes, darunter etliche Jahre im Vorstand.

Fritz Geerkens künstlerisches Dasein hat sich erfüllt. Er starb Am 29.12.1991. Sein Geist lebt in seinen Werken fort. Sie werden der Nachwelt erhalten bleiben.

Durch das Hochwasser an die Oberfläche

Das katastrophale Hochwasser im Dezember und Januar hatte die Gemeinde Lilienthal und den Stadtteil Borgfeld ganz besonders hart getroffen. 
Durch die Überflutung des Hauses der Familie Geerken, war auch der Nachlass von Fritz Geerken betroffen und musste vor den Fluten aus dem Keller gerettet werden. NDR Kultur berichtete

Ebenfalls NDR Kultur berichtet wenig später über unser Angebot zur Hilfe und der möglichen Durchführung dieser Ausstellung.

Wir freuen uns das es geklappt hat und so aus einer schlimmen Naturkatastrophe im Nachhinein auch etwas Gutes entstehen konnte!

Vernissage am 17. März 2024 - ab 14:00 Uhr

Wir laden ein zur Ausstellungseröffnung! Freunde, Bekannte und alle Kunstinteressierte sind willkommen! Die große Familie und die Nachfahren von Fritz Geerken werden zugegen sein. Die Ausstellungseröffnung wird flankiert durch ein musikalisches Rahmenprogramm.